Einmal Peking Ente, bitte!

Wie man zu Demotexten für Sprachsamples kommt

Oftmals hat man als angehender Sprecher das Problem, dass man neben dem Recording Equipment und technischem Knowhow auch noch Texte für die Sprachsamples benötigt. Man darf aus urheberrechtlichen Gründen nichts eins zu eins kopieren. Also muss man entweder vorhandene Texte nehmen und bis zur Unkenntlichkeit modifizieren oder sich selbst etwas ganz Neues ausdenken. Das kostet meist mehr Zeit als man denkt. Die Suche nach dem Kriegerin Demotext hat beispielsweise einen halben Tag gedauert. Leider völlig ergebnislos. Daraufhin habe ich mich an die vielen Fantasy-Märchen aus der Kindheit zurückerinnert und mir den Fantasy-Text am Ende selbst ausgedacht. Das ging viel schneller. Hier das Ergebnis:



Ein bisschen Spaß muss sein

Das Sprachsample „Peking Ente“ ist auf sehr kuriose Weise entstanden: Es war ein verregneter Nachmittag, und ich kam von meinem ersten Sprecherjob von GlobaLoc. Jetzt hatte ich mir zur Feier des Tages echt eine Runde Sushi verdient! Also bin ich in die erstbeste Sushibude auf der Warschauer Straße und habe dort bestellt. Irgendein Tagesmenü. Noch voller Freude darüber, dass der erste Job geglückt ist, hörte ich in etwa folgenden Dialog hinter mir:

I break together – ich hab so abgefeiert! Die Kellnerin hat die Frage des Gastes tatsächlich so wie in dem Sprachdemo beantwortet. Mit Nr. 61! Und im nächsten Moment dachte ich: Halt! Sofort notieren. Dann brauche ich mir nicht mehr den Kopf über einen Demotext mit Asia-Akzent zerbrechen. Da ich halb Thai bin, kenne ich diesen Akzent von Hause aus nur zu gut und kann ihn imitieren.

Wenn der Besuch schon mal da ist…

Eben war Matthias zu Besuch, ein guter Freund. Erstmal beim gepflegten Bier gegenseitig geupdated, wie sich das gehört. Nach einem ganzen Jever Fun fragte ich ihn spontan, ob er sich traut, den Text des Gastes einzusprechen.

Mit einmal wurde er so ungewohnt schüchtern, der liebe Matthias. Es war sein erstes Mal… am Studiomikro! Es ehrt mich, dass ich von diesem einmaligen Happening eine Aufnahme machen durfte! Er ist nämlich kein Sprecher. Dafür authentisch. Immerhin hat er es getan… und  ganz viel Fun dabei gehabt! Ein Take musste reichen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen! Janz lieben Dank, Matthias! 🙂

FAZIT: Was lernen wir daraus? Immer schön mit offenen Ohren durchs Leben gehen. Denn überall können coole Textideen für Sprachdemos lauern!